23. Juni 2015 - 22:01

...insourcing-modell

Moderater Einstieg ins professionelle Marketing: Ewald Rümmeles flexibles Insourcing-Modell

In der Gründungsphase von Unternehmen ist das strategische Marketing meist Chefsache – und kommt in der Dynamik des Wachstums schnell zu kurz. Doch oft rechnen sich ein erfahrener Marketing-Profi in Vollanstellung oder eine Fullservice-
Agentur noch nicht. Hier setzt Ewald Rümmele von Transfair mit seinem Insourcing-Modell den Hebel an: Unternehmen können sich damit genau so viel Kommunikations- und Marketingkompetenz ins Haus holen, wie sie aktuell wirklich brauchen.

Was war der Anstoß zu diesem neuartigen Modell?
Mit meiner Agentur für Marken- und Unternehmenskommunikation habe ich von außen immer wieder ein ähnliches Muster beobachtet: Beim Kunden bleiben neue Ideen in der Pipeline stecken, weil der interne Rückhalt fehlt und niemand da ist, der die Mitarbeiter in Vertrieb und Technik „mitnimmt“. Ich habe mir oft gewünscht, stärker im Unternehmen des Kunden eingebunden zu sein, um Projekte von Anfang bis Ende konsequent durchtragen zu können. Dieser Wunsch geht mit dem Insourcing-Modell in Erfüllung.

Wie kann das funktionieren: Der Inhaber einer Agentur sitzt einen Tag pro Woche bei seinem Kunden im Haus?
Transfair war nie die konventionelle Werbeagentur. Wir haben von Anfang an auf den ganzen Agenturapparat verzichtet und konsequent mit Freelancern gearbeitet. Dieses schlanke Konzept versetzt mich heute in die Lage, temporär die Seite zu wechseln. Mit meinen bewährten Kreativen arbeite ich gleich reibungslos zusammen wie vorher.

Wie viel Ewald Rümmele lohnt sich einzukaufen?
Das ist Vereinbarungssache und richtet sich immer wieder variabel am geplanten Arbeitsvolumen aus. Im Fall meines Kunden Alváris zum Beispiel sind es derzeit zwei Vormittage, an denen ich im Nebenbüro des Geschäftsführers sitze – als freier Dienstnehmer mit meinem eigenen Equipment, also nahe am Geschehen und doch nicht komplett vom Tagesgeschäft absorbiert. Das macht mich für den Chef zum gesuchten Sparringpartner für neue Ideen, die oft ganz locker zwischen Tür und Angel in Fluss kommen. Aber natürlich braucht es auch Meetings und akribische Planung.

Welche Aufgaben stehen bei Alváris denn auf der Agenda?
Die Gruppe hat sich in den letzten Jahren vom Aluprofil-Händler zu einem der technologisch führenden Anbieter von kundenspezifischen Anwendungen entwickelt. Diese Dynamik gilt es in der Kommunikation einzuholen und weiterzutreiben. Unser übergeordnetes Ziel ist ein einheitlicher und professioneller Auftritt nach außen und innen.

Die Kommunikation nach innen spielt bei Ewald Rümmele eine zentrale Rolle?
Ja, denn sie multipliziert den Wert jeder Maßnahme. Schließlich zahlt jeder einzelne Mitarbeiter mit seinem Verhalten in die Marke ein.
Bei Alváris liegt die besondere Herausforderung darin, mit den bisher sehr eigenständigen Tochterunternehmen in Deutschland und Tschechien viel stärker an einem Strang zu ziehen. Da kann man aber nicht einfach so drüberfahren. Wer breite Akzeptanz erreichen will, muss das Gespräch suchen, Ideen heraushören, Maßnahmen erklären – und am Ende des Tages das gemeinsam Erarbeitete auch mit der nötigen Autorität durchziehen. Da tut sich ein gestandener Profi mit über zwei Jahrzehnten Erfahrung natürlich leichter als ein Marketingsassistent frisch aus dem Indesign-Kurs.

Wo liegen die Unterschiede zur Arbeitsweise einer externen Werbeagentur?
Im Gegensatz zu einer externen Agentur bin ich mit dem Ohr näher am Markt, befrage Kunden, suche neue Märkte, hinterfrage Vertriebsstrategien, stoße Diskussionen an, zum Beispiel: Auf welchen Messen lohnt es sich wie groß präsent zu sein? Eine Agentur macht in der Regel einfach drei Standentwürfe laut Briefing. Natürlich erarbeite ich auch Medienpläne und Konzepte und setze sie mit geeigneten Partnern um – allerdings mit stärkerer Verantwortung für das Budget und ohne Interesse an aufwändigen Produktionen.

Wie schnell ist Ewald Rümmele einsatzbereit?
Wenn sich im Gespräch eine gemeinsame Sicht der Aufgaben herstellen lässt, kann die Vereinbarung sehr schnell stehen – Stichwort Handschlagqualität.

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